Baubericht
von Andreas Schiebel

Die Rechte der Bilder bleiben bei den Fotografen.
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Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen der allgemeinen Erheiterung

IOM - Nimbus
Ein Graham Bantok Bauplanmodell
veröffentlicht in der Marine Modelling International 1996
 


Die Nimbus nach 5 Wochen Arbeit



 
 
 

 Am Anfang steht wie immer das Spantengerüst. Ein durchgehender Buchenstab sorgt stabilität. mit einer langen flexiblen Schleiflatte, wird das spantengerüst getrakt, damit nachher keine Wellen im Rumpf sind.
Beplankt wird mit Rotzzeder. Sie ist extrem Leicht, leicht zu schleifen und gibt am Ende einen schöne Farbe.
Zum Beplanken nehme ich diverse Hilfmittel. Zum einen die Pinwandnadeln, die durch den breiten Kopf ideal sind um Planken ohne sie zu durchstoßen, am Spantengrüst zu fixieren. Aber auch Zwingen und Klammern in diversen Ausfürhungen und Gummis helfen mit.
Das Heck ist bei der Nimbus ein typisches Yachtheck, nämich Schräg. Dieser Spant der am Rumpf bleibt, habe ich aus Mahagonisperrholz ausgesägt und nach Plan schräg befestigt. vor dem letzen Spant am Heck befestigt.
Als erstes klebe ich immer die Kielleisten auf die Spanten. vorne stark verjüngt, damit man die Biegung zum Bug hinbekommt.
Dann mache ich am Rumpf oben am Deck (sprich am Baubrett unten) weiter und klebe mit Ponal Express  Leiste für Leiste an. 
Gegen Ende werden die Leisten ein gepasst. Dazu wird wenn keine langen durchgehenden Leisten mehr aus Richtung Deck angelegt werden könen die verkürzen und angeschrägten Leisten  an der Kielleisten angeschmiegt....
bis es verschlossen ist. 
Nach dem ersten Schleifen und Auftragen von verdünntem Epoxid, (- um die letzen kleinen Ritze im Rumpf zu schliessen und Stabilität vor dem Feinschliff in den Rumpf zu bekommen) sieht man schon wie schön Rotzeder ist.
Leider müssen dann noch einige Löcker und größere Spalten mit angedickten(tranzparenten) Epoxid ausgespachtelt werden  Und wie immer schleifen bis hin 400er Korn.
 Innen wurde der Rumpf ebenfalls mit Epoxid  versiegelt
Dann wird ja nach Schwert, der Durchbruch in den Rumpf gesägt. Hilfreich ist dabei eine kleine Stichsäge. Die Maße entnimmt man dem Plan.
Dann gehts ans Innenleben. Der Schwert/Mastkasten wird nach Plan aus einigen Sperrholzblatten und Kiefernleisten (10mm) geklebt und anschliessend mit verdünntem Epoxid versiegelt.
Der Rumpf wird mit eingesetztem Schwert in der Schwimmwasserlinie ins Lot gebracht und der Schwertkasten mit einigen dünnen Matten Glas im Rumpf verklebt. Zum exaktem Einkleben helfen 2 Lote vor und hinter dem Schwert am Rumpf.
Damit das Boot stabil im Ständer liegt, wird der Rumpf noch beschwert. (z.B.Bleiakkus). Der Schwertkasten geht bei diesem Boot nicht durch, sondern nur das Schwert hält dieen an seinem Platz. Deswegen versehe ich den Kopf mit Tremmwachs, denn etwas Epoxid läuft beim Einlaminieren immer in die Ritzen. 
Die Deckauslageleisten (3x5mm) sind auch aus Kiefer und werden je nach verwendetem Deck ca 1,5mm unterhalb der obersten Planke angeklebt.
Damit ich kein Steckrudersysetm verwenden muss, sondern wie bei den anderen IOM Booten das Ruder an Deck angeschraubt werden kann, baue ich ein Cockpit. Vorteil ist auch, das das absolut wasserdicht ist. Das Mehrgewicht ist zu vernachlässigen.
Dann werden an den belasteten Stellen für das Deck noch diverese Verstärkungen eingeklebt. Hinten für den Travellerstab, links und rechts vom Mastkoker, für die Wanten, eine Kiefernleiste (10x5mm) für die Fockschotführung und vorne noch für die Fockaufhängung. Dort habe ich auch einen Glasfaserroving zwischen Leiste und Rumpf geklebt um die Zugkräfte der Fock in den Rumpf zu leiten.
Dann nimmt schon mal provisorisch die Elektrik im Boot Platz. Das Ruderservo habe entgegen dem Plan weiter Richtung Heck gesetzt. Dazu habe ich aus Galsfaserresten und einem geachstem und zurechtgebogenem Alublech einen Servobock laminiert.
Das Deck wird in den Rumpf gesetzt, weil das beim Holz besser aussieht. Das macht aber ganz schön viel Arbeit, denn dieses muss genau angepasst werden.
Die Ausschnitte sind Geschmacksache, bringen aber schon bei diesem deck mit 1,2mm dicke ganze 50 g. leer wiegt der Rumpf zur Zeit mit Deck um die 780g.
Die Ausschnitte sind so angebracht, dass man an alles noch nachher hin kommt.
Auf Grund des flachen Decks und schmalen Rumpfes habe ich mich bei diesem Boot von der "Kaffeedosenöffnung" entfernt. Um aber bei einer Regatta nicht immer die Folie öffnen zu müssen um das Boot auszuschalten habe ich einen Schalter mit "wasserdichtem" Gumminippel an Deck montiert. Um auf keinen Fall eine Schot dazu zubringen den Schalter umzulegen oder sich zu verhaken, habe ich einen kleinen Abweiser aus Nirodraht (1mm) gebogen. Aus diesem Draht sind auch die Wantenösen, und Schotführungsösen. Alle unter Deck verklebt.
Der "wasserdichte" Schalter (Conrad) mit Nirosicherungsbügel. 

( Hinweis zum Bild: Der Mastfuß im Bild muss im Koker noch fixiert werden).

Auch die Fockaufhängung sind aus Nirodraht gebogen. Ebenso der Haken der die "Fockschnur" (Schnur ziwschen Fockbaum und Deck) hält. 
Der Vorteil dieser mir abgeschauten Fockaufhängung sehe ich darin. Zum einen kann ich die Fock sehr dicht über Deck fahren werden, zum anderen ist die Schnur lang genug um den Eigendrall den jede Schnur hat, so abzuschwächen, damit bei Leichtwind das Segel nicht ein Eigenleben entwickelt, wie es bei zu kurzen Schnüren gern geschieht. (Fock steht nach LUV). detail siehe unten.
Hier meine selbstgegossener Bleibombe aus 2 Teilen.
Eine Öse die sonst ihren Dient an der Angel tut dient mir am Travllererstab für einen reibungsfreien Schotlauf.
Das ferstige Cockpit. Das Ruder wird bei mir immer mit 2 Drähten auf Zug angelenkt. Am Servo mit verstellbaren Gabelköpfen. In der Mitte die Öse für das Achterstag. Links daneben ein Silikonstopfen für überflüssiges Wasser im Schiff.
Ein gekauftes profiliertes Ruder mit ca 30g aus Kohlefaser. Oben mit einer 4mm Messing Achse die hinten abgeflacht ist, um ein verdrehen im Ruderquadranten zuverhintern
Kann man aber auch aus 4mm ins profilgeschliffen Balsa und je einer Lage 25g Glasgewebe selber bauen. Muss halt noch etwas gespachtelt und geschliffen werden.
Das fertige Boot. Der rote Deckflicken verdeckt den Akku und Empfänger. Dieses selbstklebende Dracongewebe läßt sich mehrmal öffen.
Die andere Klebefolie (Alko aus dem Baumarkt) leider nicht. Also immer welches dabei haben, falls mal der Schraubenzieher ungünstig runterfällt oder man ins Boot zur Reperatur muss.
 Fotoshooting ohne Wind, dafür sieht man wie exakt das Boot auf seiner Wasserlinie liegt.
Die Abrisskante am Heck schafkantig geschliffen
 Lackiert wurde das Boot, nachdem es mit Epoxid versiegelt wurde,  mit 2 Komponenten Klarlack von Internatuional. Was den Grossen recht ist, ist meinem Boot gerade billig.
Wenn auch nicht der neueste Riss, so hat doch ein Holzboot eine ganz eigenen Flair. Ob nun schnell oder nicht.
(wird sich diese Saison ziegen)
Mit einem zu einem U-gebogenen Bowdenzugröhrchen und einer Sicherung aus Nirodraht habe ich die Schot von der Winde an Deck geführt. Auf Zug wird sie mit einen Hutgummi gehalten. (- Habe die Hoffnung, das dieser im Gegensatz zum Maurergummi (siehe andere Berichte von mir) weniger UV-Strahlenanfällig ist und länger hält.)Dieser wird am Heck in an Öse festgeknotet. Der Wirbel (Anglerbedarf)soll ein verdrehen verhindern.
Hier ist die oben beschrieben Fockaufhängung nochmals mit Segel zu sehen. Die Baumbeschläge sind kabeldurchführungen aus dem Automobilbereich. Gibt es in diversen Durchmessern.
Den Wirbel habe zusätzlich eingeknotet. Es sollte auch nur mit Schnur funktionieren.
Travellerstab mit Fürhungsöse aus 1mm Nirodraht an Deck
Auch hier die Baumbeschläge mit Kabeldurchführungsgummis. Ein Kabelbinder als Sicherung für den Schothaken im Baum,.
Aber es geht auch anderst. Am Fockbaum vorne ein zurechtgebogenes Stück Draht. Die Kabelbinder nehmen das Fockausgleichsgewicht auf (fehlt hier).
Oder ein Haken aus über ein mit kleinerem Durchmesser gebogenes Stück Stahldraht (1,5mm).

Weitere Infos zum Rigg und Segelbau gib es hier

Ein roter Aufkleber aus selbstklebendem Dragongewebe, da dieser mehrmals klebt. Darunter ist der Akku und der Empfänger So nun hat die Nimbus noch ein etwas größeres Ruder bekommen. Aus 5mm Balsa ins Profil geschliffen mit je 2 Lagen 25g Glasgewebe überlaminiert. gespachtelt und mit Grundierung versehen. Lnimbusetzter Lackauftrag fehlt noch.


 
 
Nachdem ich das Boot bei 3-4 Windstärken mit dem A-Rigg gesegelt bin, bin ich begeistert, wie neutral es auf dem Ruder liegt. Erstaunlich war auch, wie viel Wind es an der Kreuz abkann, wo es doch eher ein schmaler Riss ist. (ca 19cm)

Vor dem Wind bei Böen von gut 4 Bf. hat es dann aber auch seinen Kopfstand gemacht. Vielleicht werde ich es mal mit einem grösseren Ruder versuchen, um das Boot bei größerer Schräglage besser im Griff zu haben. Ansosnten braucht es halt ein B-Rigg.

Die Skipper der neuen Saison
 



 
 
 

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[letzte Änderung: 15.02.2004]