Verein
Termine
FAQ
Bilder
Gästebuch
Kontakt
Neues
Bootsklassen
Tipps
Videos
Links
Startseite

FAQ

 Häufig gestellte Fragen zum Bau und Ausrüstung von RC Modellsegelyachten


In Modellbauforen (www.rcline.de und www.rc-network.de ) beantworte ich häufig ähnliche Fragen
zum Modellsegeln, speziell zu RC Regattayachten.
Dies hat mich veranlasst, mal einige der Fragen und Antworten zusammen zu stellen um mir etwas
Arbeit in Zukunft zu ersparen ;)

Ich betone, dass ich hier nur mein bescheidenes Wissen weitergebe.
Sie stellen keine allgemeingültige Lösungen eines Problems dar und gerne höre ich andere
Meinungen dazu oder nehme neue Fragen mit auf.
(alle Links zu Herstellern geben meine Erfahrungen wieder und sind keine Werbung)
Kontakt: Andreas Schiebel

Fragen:
 
 
Segel und Rigg
- Ich habe eine Winde, um meine Segel zu verstellen, weiß aber nicht wie ich die Schot führen muss?
- Wie muß ich die Segel meiner Modellsegelyacht einstellen?
- Beim Einsegeln meines Bootes stellte ich auf raumen Kursen ein Abtauchen des Bugs fest. Dieses Verhalten ließ sich nur durch Öffnen der Segel korrigieren. Gibt es eine Möglichkeit diesem Abtauchen entgegen zu wirken ?
- Ich habe ein Problemchen mit meinem Boot. Bei eigentlich noch nicht so starkem Wind liegt das Boot fast mit dem Segel auf dem Wasser. Wenn ich das Segel voll öffne, - ist die Schräglage so, dass das große Segel mit der Spitze die Wasseroberfläche berührt. Kriege es kaum gerade und keinen Speed.
- Als Anfänger mit Segelbootenn habe ich mir vor ca. 1/2 Jahr mein erstes Segelboot fertiggestellt ( Scandia von Robbe ). Das Problem ist nur : Bei wenig Wind läuft das Boot sehr neutral, bei starkem Wind jedoch muß ich voll Ruder aus dem Wind geben, denn das Boot will extrem in den Wind gehen und wird dabei fast unfahrbar. 
- Habe mir vor kurzem die Saphir von Graupner zugelegt. Bin kompletter Anfänger in Sachen Segeln! Bin zwar schon einige Male gefahren, aber trotzdem hab ich ein Problem, dass ich nicht lösen kann. Und zwar "flattert" das Hauptsegel fast in jeder Position, ausgenommen wenn ich genau mit dem Wind fahre. Das Vorsegel allerdings ist immer schön "aufgeblasen". Habe schon wie in der Bauanleitung die ABS Streifen auf das Segel geklebt. Hat aber nicht geholfen. Dann noch zusätzliche 2 "Versteifungen". Effekt? Gleich null.  Ist das Segel vielleicht zuwenig gespannt?
- Wie komme ich zu einem regattafähigen Segel bei einem IOM-Boot, und brauche ich gleich alle drei?
Yachten
- Gibt es einen Plan eines einfach zu bauenden IOM Boot, mit dem ich auch an Regatten teilnehmen kann?
- Ich möchte gern mit meinem Junior zusammen ein fahrtüchtiges Segelboot bauen. Allerdings soll dies nicht einfach aus einer Plastikschale und einem einsteckbaren Mast bestehen. Nein, ich suche vielmehr einfache Baupläne, anhand derer ich das Boot mit Balsa-, Sperrholz etc. vollkommen selbst zurechtsägen, spachteln, schleifen kann. Woher allerdings bekomme ich dafür die Baupläne?
- Ich suche ein RC-Segelboot der M-Klasse oder einen Hersteller.
- Ich will mir einen neúen Segler holen ... Jetzt seid ihr gefragt...schnell soll es sein - stelle mir so was wie die Windstar, Fortune 600, Seawind ...o.a vor. Was könnt ihr empfehlen...Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht ??
- Was haltet ihr von der WINDSTAR von ROBBE
-Welcher Baukasten. ist zu Empfehlen: Robbe Windstar, Graupner Miramare, oder...?
- Ich baue ein Mahagoni IOM-Yacht, und nachdem ich alle Einzelteile auf die Waage gelegt habe, wird es eng.
Ich schätze, ich liege knapp bei 4,2 kg total. Sollte ich eher zu Gunsten des Gewichts den Kielballast auf ein Minimum reduzieren oder das Mehrgewicht in Kauf nehmen zugunsten der Fahreigenschaften? Beeinträchtigt dieses Mehrgewicht die Regattafähigkeit (Speed) in erheblichem Ausmaß? Und noch eins: Ich baue gerade selbst ein Schwert aus einer CFK Platte: Wie dick sind die Schwerter durchschnittlich (Fertigteile von Bohn o.ä.) ? Kann ich beim Bau der Masthalterung (Deckstütze) CFK oder GFK verwenden?
Allgemein:
-Habe mal auf einer M-Boot-Regatta interessante Bootständer gesehen. waren irgendwie aus Rohren gefertigt. Der Vorteil, die Boote haben sich immer nach dem Wind ausgerichtet und in entsprechende Schräglage gebracht. Scheint mir ideal für den Trimm an Land.Weiß jemand, wie man so ein Ding baut?
- Wie mache ich denn auf einfachstem Wege einen Abdruck eines Schaumstoffrumpfes machen?
-Welches Buch ist empfehlenswert, wenn es ums RC- Segelboote geht?
Regattateilnahme - Wie komme ich zu einer Segelnummer, und was muss ich tun um bei einer Regatta teilzunehmen? 
- Wie werden Regatten durchgeführt

 

Fragen und Antworten:

Wie mache ich denn auf einfachstem Wege einen Abdruck eines Schaumstoffrumpes machen?
Antwort: Dies gilt auch von Abzügen von anderen Rumpfmaterialen als Styropor.
Auf meiner Tippsseite gibt es einen Baubericht der KITE . Ein GFK-Bau in Positiv/Negativtechnik.
Etwas aehnlich geht es auch hier zu, nur, dass das Negativ(Form) weggelassen wird. D.h.man nimmt Trennwachs und streicht damit den Rumpf ein, damit das Epoxidharz sich nicht mit dem Rumpf verbindet Hier vorallem auf das Mischungsverhältis von Harz und Härter achten. Auch die Verarbeitungstempertur sollte nicht unter 15° liegen Zum Aushärten lieber mal mit ins Wohnzimmer mitnehmen. Dann nimmt man Glasfasergewebe (am besten Köperbindung, die legt sich besser um Rundungen), am besten 160g/qm, schneidest es grosszügig zu, um den Rumpf ganz ab zudecken. Ich würde 3 Lagen nehmen , dann eine feinere um eine möglichst glatte Oberfläche zu bekommen, z.B. 1 Lage 80g/qm und eine mit 50g/qm (oder sogar 25g/qm Gewebe). Je feiner und sorgfälltiger man arbeitet, desto weniger muss nachher gespachtelt und schliffen werden. Zum grossflächigen Andruecken der Glasmatten nehme ich eine Schaumstoffwalze (ca 5 cm breit). Weitere und umfassendere Laminierhilfe finden sich im Handbuch von R+G Faserverbundtechnik (dort im Downloadbereich kann man das gesamte Handbuch runterladen, oder nur einzelne Kapitel)

Vorher muss man den Rumpf sorgfälltig untersuchen, ob z.B. das Styropor fest genug versiegelt und gehärtet ist und nicht eventuell sich mit dem Epoxisharz verbinden kann. Wenn es nichts ausmacht, vorher den Rumpf noch einmal mit Lack oder Filler spritzen, dann ist er am besten geschuetzt. Das Deck ( und alles andere ) sauber vorher abkleben ( glattes Kunstoff /Packetklebeband würde ich versuchen ).

Zurück zum Anfang:
 

Wie komme ich zu einer Segelnummer und was muss ich tun um bei einer Regatta teilzunehmen?
Antwort: Um eine Segelnummer zu bekommen muss man in einen dem DSV (Deutscher SeglerVerband) zugehörigen Verein Mitglied werden. Da es keine Einzelmitgliedschaft im DSV gibt, wurde für Modellsegler die keinen ortsansässigem Verein finden, der VdMYS gegründet.
Vorstand  Ronald Enkelmann, über Ihn kann man einen Aufnahmeantrag bekommen. Dort kann man dann auch eine Segelnummer beantragen.
Vereinigung der Modell Yacht Segler
Ronald Enkelmann, An der Schäferrei 6, 09423 Gelenau
Und was Kostet das?
Die Aufnahme im VdMYS einmalig 15,-
Der Jahresbeitrag              30,-
Auf der Internetseite des DSV gibt es auch einen deutschlandweiten Regattakalender. Weitere Regattatermine, insbesondere Süddeutsche und angrenzendes Ausland findet ihr auch bei uns hier . Bei Ranglistenregatten sollte auch ein Messbrief für das Schiff vorhanden sein. Bei Freundschaftsregatten wird das nicht so eng genommen. Namen von Vermessern findet ihr auch auf der  DSV Seite.

Zurück zum Anfang:
 

Wie komme ich zu einem regattafähigen Segel bei einem IOM-Boot und brauche ich gleich alle drei?
Antwort: Aus meiner Erfahrung heraus würde ich erst einmal auf das Sturmrigg (C-Rigg) verzichten.  Wird eher sehr selten gesegelt. (Schaut ruhig mal die Berichterstattung über die EM in Fleetwood an, dort ist auch aufgeführt wie oft welches Rigg gefahren wurde). Lieber dafür etwas mehr ins Leichtwind Rigg (A-Rigg) investieren. Wenn man ca. 80 Euro locker machen kann, findet man sehr gute Segel bei Heinz Bohn . Bei H.Piel gibs Bantok Segel (recht teuer, aber sehr gut) oder auch Ken Binks aus England macht hervorragende Segel zum guten Preis.
Ansonsten gibt es für sparsame und Bastler auf unserer Seite einen Beitrag zum selbermachen von Segel und Rigg.

PS: Wenn man richtig Regatten segeln will, muss man halt etwas investieren, wenn man erstmal nur zum Spass mitsegeln will, würde ich mich auf jeden Fall ans selberbauen machen. Mit etwas Übumg wird es dann sogar regattafähig, das Segel.
Thoams Dreyer hat einen sehr guten beitrag geschrieben zum Thema Segel selber kleben: hier gehts hin
 

Zurück zum Anfang:
 

Ich baue ein Mahagoni IOM - Yacht und nachdem ich alle Einzelteile auf die Waage gelegt habe, wird es eng.
ich schätze, ich liege knapp bei 4,2 kg total. Sollte ich eher zugunsten des Gewichts den Kielballast auf ein Minimum reduzieren oder das Mehrgewicht in Kauf nehmen zugunsten der Fahreigenschaften? Beeinträchtigt dieses Mehrgewicht die Regattafähigkeit (Speed) in erheblichem Ausmaß? Und noch eins: Ich baue gerade selbst ein Schwert aus einer CFK Platte: wie dick sind die Schwerter durchschnittlich (Fertigteile von Bohn o.ä.) ? Kann ich beim Bau der Masthalterung (Deckstütze) CFK oder GFK verwenden?
Antwort: Also 4,2 kg ist kein Problem, wenn du sicher bist, dass da nicht noch viel dazu kommt.
warum aber Mahagoni, die Holzschiffe , dich ich kenne (IOMGalerie) sind aus Rotzedernleisten gebaut. Rotzeder ist wesentlich leichter als Mahagoni und läßt sich hervorragend schleifen. Wenn das Material nun mal schon da ist, dann halt sparen an Gewicht was geht. Blei vielleicht erstmal nur provisorisch befestigen. Wenn das Boot zu tief schwimmt (auffallend unter der Konstruktinswasserlinie), dann vielleicht am Blei etwas sparen. Keine Sorge, die meisten Boote die ich kenne, liegen gut über 4 kg. (max. 4,4 kg). Das Gewicht wird nur bei sehr schwachwindigen Regatten vielleicht Rennentscheidend sein. Vielmehr entscheidender sind Riggtrimm und Skipper. Das Boot sollte nur nicht zu tief (insbesondere am Heck) eintauchen.

Schwerter sind zwischen 7-9 mm dick. Kohlefaser leider fast unumgänglich, obwohl ich glaube, dass man mit einem gut profiliertem Holzschwert (mehrlagiges Sperrholz, eventuell mit Glasfaser überzogen) auch wettbewerbsfähig ist.

Für die Mastaufnahme baue ich aus Sperrholz (oder Gfkplatten) einen viereckigen Kasten ( vom runden Mastkoker bin ich abgekommen ) der möglichst exakt die breites des Mastes hat (z.B. 12mm), dann laminiere es ins Boot (sie Baubericht der KITE und Bilder der Nimbus) am besten in Verbindung mit dem Schwertkasten. Durch einen Spant, der entweder das erhöhte Vordeck trägt (KITE) oder nur die Seitenkraefte von Schwertkast und Mastaufnahme aufnimmt (Nimbus).  Der Mast steht sozusagen auf dem Kielschwein (Rumpf).Zum Deck ist die Matsbox abgedichtet. Durch die längliche Form der Mastaufnahme, kann noch die Luv- bzw. Leegierigkeit des Bootes nachgetrimmt werden. Es dürfen aber nur in der Klassenvorschrift aufgeführten Materialen verwendet werden. Armidwaben und Schaummaterialen sind nicht zugelassen. Aber Balsa mit GFK als Beschicktung auf beiden Seiten. Kohlefaser darf nur im Ruder und in der Kielflosse verarbeitet werden. Ich verweise nochmals auf meine  zwei Bauberichte . Schaut mal auch bei  Herbert Petersen vorbei. Er hat eine Lion aus Holz gebaut. Auch leider viel zu schwer, weil er die Spanten im Rumpf gelassen hat.  Diese lieber entfernen und eine dünne Glasfasermatte  ( 50g/qm) innen  und außen für die Steifheit auflaminieren. Eine Seite Für Yachten in Holz hat auch Alexander Holtahus: woodenstars.net

Zurück zum Anfang:
 

Wie muß ich die Segel meiner Modellsegelyacht einstellen?
Antwort: Hier verweise ich auf einen Beitrag von Thomas Dreyer. Er beschreibt die anhand seiner Mirco Magic, gilt aber fast genauso bei jeder anderen Modellsegelyacht. Zwei andere interessante Links wie man die Segel richtig trimmt habe ich noch. Allerdings ist dies eigentlich für die "Großen" gedacht, aber auch bei uns sicherlich nicht falsch.
http://www.segelsport.de/technik/trimm.html
http://www.fritz-segel.de/service/trimmcruis.html

Zurück zum Anfang:
 

Hab mir vor kurzem die Saphir von Graupner zugelegt. Bin kompletter Anfänger in Sachen segeln! Bin zwar schon einige Male gefahren aber trotzdem hab ich ein Problem, dass ich nicht lösen kann. Und zwar "flattert" das Hauptsegel fast in jeder Position ausgenommen wenn ich genau mit dem Wind fahre und nur dann macht es auch Fahrt. Bei viel Wind legt sich das Boot auf die Seite und stellt sich in den Wind. Das Vorsegel allerdings ist immer schön "aufgeblasen". Hab schon wie in der Bauanleitung die Abs Streifen auf das Segel geklebt. Hat aber nicht geholfen. Dann noch zusätzliche 2 "Versteifungen" Effekt? gleich null  Ist das Segel vielleicht zuwenig gespannt?

Ich hab ein Problemchen mit meinem Boot. Bei eigentlich noch nicht so starkem Wind liegt das Boot fast mit dem Segel auf dem Wasser.
Wenn ich das Segel voll öffne - ist die Schräglage so, dass das große Segel mit der Spitze die Wasseroberfläche berührt. Krieg es kaum gerade und keinen Speed.

Antwort: Es ist wie beim Arzt, - es ist schwer eine Ferndiagnose zu stellen. Aber Grundsätzlich: Bei viel Wind (schwer zu beurteilen, wann es für "mein" Boot zuviel Wind ist) legt sich ein Segelboot schon mal flach. das Auffieren der Segel in so einem Moment nimmt den Druck aus den Segel, das Boot richtet sich wieder auf.  Und wahrscheinlich schiesst es in den Wind oder ist zumindest sehr Luvgierig(Drang in den Windzudrehen). Jetzt, wundert mich nur, warum du von keinem Vortieb sprichst. Wie hast du deine Segel getrimmt? (siehe auch).
Ich sehe oft, dass unerfahrene Segler ihre Segel platt wie ein Brett trimmen. Das Segel aber wirkt wie ein Tragfläche und sollte deshalb auch ein "Profil" haben. Am Großbaum sollte etwa ein Bauch von ca.10% der Unterlieklänge haben. Dazu kommt noch der sogenannte Twist (Großsegelverwindung im Bereich des Achterlieks) ins Spiel. Dieser wird mit dem Baumniederholer kontrolliert und ist sehr wichtig für den Vortrieb.
Dann die Fock. Auf keinen Fall darf die Fock so wie der Grossbaum bei dichtgeholten Schoten genau in der Schiffsmitte stehen. Als grobe Richtung sagt man: Der Fockbaum soll auf die Want zeigen. Auch die Fock muss ein Profil haben, vielleicht etwas weniger als das Groß. und anstatt des Baumniederholers, gibt es (sollte es geben) eine Dirk (eine mit Klemmschieber einstellbare Schnur vom Fockaufhängepunkt im Mast zum  hintere Ende (Nock) des Fockbaums). Damit kann man auch einen "Twist" in die Fock bringen und den Fockspalt (Luftdurchlass zwischen Fock und Grosssegel) kontrolieren kann. Unter dem  Link , gibt es einen Beitrag mit Fotos von Thomas Dreyer.

Zurück zum Anfang:
 

Beim einsegeln meines Bootes stellte ich auf Raumkursen ein Abtauchen des Bugs fest. Dieses Verhalten ließ sich nur durch Öffnen der Segel korrigieren. Gibt es eine Möglichkeit diesem Abtauchen entgegen zu wirken.

Das Eintauchen bei raumen Winden ist ein deutliches zeichen für zuviel Segelflaeche für den momentanen Wind. Beim Funsegeln heisst das, wie du selber gemerkt hast, Segel mit den spieleln, und warten wenns mit Speed weiter geht,  beim Regattasegeln heisst das, Segelwechseln, weil jedes eintauchen stark bremst. Jedes Boot hat im Bugbereich einen unterschiedlichen Auftrieb, deshalb "stechen" manche Bootskonstruktionen eher in "See" als andere.

Zurück zum Anfang:
 

Als Segelboot Anfänger habe ich mir vor ca. 1/2 Jahr mein erstes Segelboot fertiggestellt ( Scandia von Robbe ). Das Problem ist nur : Bei wenig Wind läuft das Boot sehr neutral, bei starkem Wind jedoch muß ich voll Ruder aus dem Wind geben, denn das Boot will extrem in den Wind gehen und wird dabei fast unfahrbar. Wer kann mir helfen diese Problem in den Griff zu bekommen ?

Antwort: Dass ein Segelboot bei zuviel Wind und damit bei zuviel Kränung in den Wind schiessen will ist normal und ein pysikalisches Problem von Verschiebung des Segeldruckpunktes und des Lateraldruckpunktes, aber davon jetzt nicht mehr. Loesung: kleineres Segel oder wenn es nur eine Böe, also ein kurzer Windstoß ist, Segel öffnen (fieren). Anfänger fahren die Segel sowieso gern etwas zu dicht. Hoch am Wind hast du eine Chance, etwas abzufallen, also Kurs Weg vom Wind fahren und Segel öffnen. Wenn der Wind konstant zuviel ist hilft, nur ein kleiners Segel. Bei den Regattayachten haben wir dazu mindestens 3 verschiedene Segelsätze zu Auswahl.("echte"Segelboote wechseln auch die Segel oder reffen (machen sie kleiner)
Wenn Du Dein Problem der Luvgierigkeit (so nennt man das 'automatische in den Wind drehen') noch nicht im Griff hast, kannst Du mal versuchen, Deine Mastposition nach vorne zu verlegen. Eventuell hilft auch schon ein einfaches Verlagern des Fockaufhängepunktes weiter nach vorne. Dies ist meist einfacher machbar, als den Mast zu verschieben.
Aber es gibt auch viele Möglichkeiten mit dem Segeltrimm den Windstärken anzupassen, d.h. die Segel besser trimmen. Dazu mehr in einem Beitrag von Thomas Dreyer.  Übrigens ist es nicht unüblich Boote leicht Leegierig (gegenteil von Luvgierigkeit) bei wenig Wind zu trimmen (oder zu bauen), um dann bei einer Böe die Luvgeirigkeit etwas besser im Griff zuhaben und auf der Kreuz (Fahrt schräg gegen den Wind) etwas mehr Höhe (Weg gegen den Wind) zu machen.

Zurück zum Anfang:
 

Ich will mir einen neúen Segler holen ... Jetzt seid ihr gefragt...schnell soll es sein - stelle mir so was wie die Windstar, Fortune 600, Seawind ...o.a vor. Was könnt ihr empfehlen...was habt Ihr für Erfahrungen gemacht ??

Antwort: Wenn das Boot richtig schnell segeln soll ( -und nicht vorallem Orginalgetreu auschauen soll- ) empfehle ich gleich eine Segelyacht einer Regattaklasse. Es ist nicht Scale, aber segelt halt wie ein Grosses, und wenns dann mehr juckt, kann man sich besser mit anderen vergleichen, was bei Baukästen, wo jeder eine anderen Segler hat, nicht so leicht geht. Der "billigste " Einstieg ist die IOM (Internationale One Metre ) Klasse. Ein Meter lang, mindestens 4 kg schwer und ca. 1/2 qm Segelfläche.(Klassenbestimmungen)
Die Boote sind etwas teurer als ein Baukasten von Graupner oder so, aber eben auch besser.(z.B. GFK-Rumpf statt ABS). Ein super Einsteigerangebot ist die TINTO. Sie ist in verschiedenen Ausbaustufen und Materialsätzen unter www.rcsegel.de zu haben.
Die Boote werden vom Klassenobmann des DSV fuer IOM-Yachten Heinz Bohn selber in Kleinserie und Bantoklizense hergestellt.

Oder eine IOM Yacht selber bauen. Pläne gibs auch unter obiger Adresse oder auch aus dem Internet. Adresse über meine Linkseite. Dort findet ihr auch  Baubeschreibungen der LION und KITE . Oder mal in Kleinanzeigen schauen ob jemand eine verkauft. H.Piel hat eine Yachtbörse wo man auch ein Gesuch aufgeben kann. Nur sollte man nicht hoffen eine riesige Auswahl zu finden, denn die IOM Szene boomt und Gebrauchtboot sind schnell weg, insbesondere wenn sie unter 500 Euro liegen Auch über ebay sind schon IOM boote verkauft worden.

Zurück zum Anfang:
 

Ich suche ein RC-Segelboot der M-Klasse oder einen Hersteller.
M-Boote kaufen ist leider nicht so einfach. Es gibt im Prinzip im deutschspachigem Raum nur zwei bekannte Anbieter. Graham Bantok
(vertreibt seine Boote über Heinz.Bohn und H.Piel ), wie auch  Januzs Walicki . Billig ist das Vergnügen nicht. Es gibt natürlich auch viele Modellbauer und Segler die ihre Boote in Kleinstserie herstellen. Nur diese Kontakte kann man eigentlich nur auf M-Boot Regatten herstellen. Dort kann man auch mal gebrauchte Boote finden.
Mit etwas Glück kann man auch über die Yachtbörse bei H.Piel (oder unserem Forum) ein gebrauchtes Boot finden. Ab und an aber auch bei ebay sind welche zu ersteigern. Man sollte nur darauf achten, wenn man Wettbewerbe segeln will, dass man kein zu altes Boot (eventuell noch aus GFK) angeboten bekommt. Auch der Zustand des/der Segels ist von enormer Bedeutung, wenn man Regatten segeln will.
Am einfachsten sucht man einen Modellsegelclub (Hilfe über den DSV )und fragt dort nach. Oft trennen sich Segler erst auf Nachfrage mal von ihren alten Booten.  Da gibt es öfters mal was zu erhaschen und ausserdem gleich viele hilfreiche Tipps.

Zurück zum Anfang:
 

Welcher Baukasten. ist zu Empfehlen: Robbe Windstar, Graupner Miramare, oder...?

Die Frage ist leider in etwa wenn du fragst, soll ich den Golf, den Käfer oder den BMW3 kaufen. Als Erstes sollte man wissen was man mit dem Boot vorhat. Nur zum Spaß mal am Teich segeln, oder will man sich auch mal mit Anderen messen und um die Wette segeln oder gleich richtig in die Regattaszene einsteigen.
Ich kann aus meiner Erfahrung erzählen, das ich auch nur erst einmal ein nur segeln wollte, aber schon nach kurzer Zeit habe ich andere Mitsegler gesucht. Damit war aber das Problem vorhanden, das die einen Schiffe auf Grund ihrer Größe alleine schon mal viel schneller segelten und man eigentlich gar nicht mal schnell so gegeneinander segeln konnte. Ja und dann kamen auch schon die richtigen Regatten dran Dafür hatte ich dann aber das falsche Schiff, denn im Modellregattasport werden Einheitsklassen gesegelt, wie z.B. die Marblehead (sehr teuer) oder auch die EinMeterklasse (IOM). Letztere  kann ich nur als Einsteigerboot empfehlen. Sie sind vielleicht nicht gerade Scale, aber segeln einfach von den "kleinen" am besten. (kleines Video auf unsrere Website). Die Miramare war früher mal die Einmeterklasse (F5E)der Naviga ( Modellbootverband), die noch im Osten Europas gesegelt wird, bei uns aber nicht mehr Zeitgemäß. Inzwischen wurden aber die Segelgrößen geändert und sind den IOM (Internationale Ein Meter)(Modellsegelverband ISAF )angepaßt. Somit können IOM und neue E Boote z.B. in Österreich gegeneinander segeln ohne merkliche Unterschiede.
Deshalb, wenn schon eins der genannten Baukasten Segelyachten, dann nur die Robbe Windstar. mehr dazu weiter unten
Fuer Saphir und Rubin und die anderen, mit Außnahme der Micro Magic (dazu hier mehr) gibt es keine Regatten und ich bin mir sicher, dass viele, die selbst wenn sie jetzt sagen, "ich will nur segeln, bitte kein Regattastress". irgendwann gerne auf kleine Regatten fahren werden, denn Stress ist da nicht sondern Gemütlichkeit mit Gleichgesinnten, Spannung und viel Segelspass.

Zurück zum Anfang:
 

Was haltet ihr von der WINDSTAR von ROBBE

Antwort: Die Windstar ist meist der erste Kontakt mit einer IOM Regattayacht. Leider hat ROBBE hier in einigen Dingen die Klassenregeln nicht optimal ausgelegt.
Wer es ganz ernst meint mit den Klassenbestimmungen, muss schon beim Kauf darauf achten, dass das Epoxisharz innen nicht eingefärbt ist. (- man muss noch die Glasmatten erkennen können.-In der Serie ist das Harz zu besseren Farbgebung des Rumpfes eingefärbt und entspricht somit nicht den Klassenbestimmungen. - Aber keine Angst deswegen wird keiner von einer Veranstaltung ausgeschlossen.- ). Außerdem ist die Schwertlänge am untersten der Toleranz angesiedelt, wie auch das Kielblei. Dadurch haben wir fast 200-300g zuwenig unterm Rumpf und das Boot krängt eben leichter bei Wind weg.
Auch das Rigg, das Robbe verkauft, ist nicht besonderst gut, um nicht zusagen schlecht. Da Robbe das Rigg sowieso einzeln verkauft, ist das kein Problem und man kann sich eventuell selber eines bauen (siehe Segel und Riggherstellung ) oder man kauft sich gute Segel (www.rcsegel.de ) und baut nur das Rigg selber.
Fazit: Der Rumpf der Windstar ist nicht schlecht. Wenn man also mehr oder weniger, je nach Finanzlage und handwerklichem Können einige Änderungen einplant (- CFK-Schwerter für die Windstar auch unter rcsegel.de-), kann man daraus ein Wettbewerbsfähiges Boot bauen. Ich persönlich würde aber dann gleich etwas mehr investieren und mir eventuell die TINTO von H.Bohn bauen. (siehe auch oben )

Zurück zum Anfang:
 

Ich möchte gern mit meinem Junior zusammen ein fahrtüchtiges Segelboot bauen. Allerdings soll dies nicht einfach aus eine Plasteschale und einem einsteckbaren Mast bestehen. Nein, ich suche vielmehr einfache Baupläne, anhand derer ich das Boot mit Balsa-, Sperrholz etc. vollkommen selbst zurechtsägen, spachteln, schleifen kann. Woher allerdings bekomme ich dafür die Baupläne?

Antwort:  Der Modellbauclub Rodenkirchen hat für Einsteiger und insbesondere für Jugendliche die BASIC konstruiert. Eine Knickspantyacht aus 4 Rumpfplanken und einem einfachen Swingrigg für Materialkosten unter 75 Euro. Auf deren Website findest man unter BASIC-Jolle einen Bauplan zum downloaden. Die Jolle ist einfach zu bauen, preiswert und segelt nicht schlecht . . Mit der Jolle kannst Du relativ preiswert probieren, ob es Euch Spass macht.Die Basic-Jolle ist als Einsteigerboot gedacht (falls du komplett selbst bauen willst und dir keinen Baukasten kaufen möchtest). Wenn dir ein kleineres Boot reicht, hat das den Vorteil, dass du auf den Kauf einer teuren Segelwinde zunächst verzichten kannst, da hier ein starkes Servo ausreicht. Für das Segeln reicht eine Steuerung mit 2 Funktionen völlig aus. Eine für das Ruder und eine für die Segelverstellung. Ein Baubricht gibt ausserdem bei Herbert Petersen .

Zurück zum Anfang:
 

Habe mal auf einer M-Boot-Regatta interessante Bootständer gesehen. waren irgendwie aus Rohren gefertigt. Der Vorteil, die Boote haben sich immer nach dem Wind ausgerichtet und in entsprechende Schräglage gebracht. Scheint mir ideal für den Trimm an Land.Weiß jemand wie man so ein Ding baut?

Antwort: Hier ist ein Link mit Fotos eines Edelständers aus Niro. Ich habe alle möglichen Materialen schon gesehen, von Niro über Eisen und Kupferrohren. Schweißen oder Hartlöten sollte man schon können, dann ist das keine Hexerei. Der Bootständer dreht sich einmal um seine horizontale Achse damit das Boot sich selber in den Winddrehen kann. Der Träger kann sich dann auch noch vertikal bewegen, um bei Windböen wegzukippen und dem Winddruck nachzugeben. Außerdem ist die Beweglichkeit des Ständers hervorragend zum Trimm der Segel geeignet. Eine Bezugsadresse habe leider nicht.

Zurück zum Anfang:
 

Welches Buch ist empfehlenswert, wenn es ums RC- Segelboote geht?

Antwort: Es ist mit den Büchern über RC-Segeln so eine Sache .Es gibt von F.K.Ries eine Reihe ausführlichen Bücher aus dem Verlag VTH oder aber auch dem Neckar Verlag . Sie sind nur leider nicht mehr auf dem neusten Stand, da sie alle aus den 80-igern sind . Die Bücher sind zum z.Teil mit Bauplänen ausgestattet, die leider auch nicht gerade die neusten und wettbewerbsfähigsten Risse. Aber die verschiedenen Bauweise von Rümpfen hat sich nicht sosehr geändert, als dass man die Bücher nicht doch noch empfehlen kann. Auch nicht mehr ganz Neu, aber sehr informativ ist ein Buch von Trevor Reece,
"Modellyachten ferngesteuert. Bau, Technick, Fahrpraxis" (vth-Verlag, Stuttgart ).-leider vergriffen.
 Eine etwas neuere Publication, allerdings in Englisch - und leider nur in U.K. zu beschaffen,  (Amazon führt dieses Buch leider nicht ) -, ist "Radio Controlled Racing Yachts" von Chris Jackson aus dem Jahr 1997. Für einen Beginner ist es aber nicht zu empfehlen, da schon schnell ans Eingemachte geht. Eine Beschreibung findet man beim Verlag Traplet Publication   im Online-store. Für Fachbegriffe wie Achterliek oder Lümmelbeschlag kann man aber auch auf Literatur aus der Manntragenden segelei zurück greifen. Fast alles ist im Delius Klasing Verlag erschienen. In der Yacht-Biblotek Reihe gibt es einige Wörterbücher und Segelhandbücher.

Zurück zum Anfang:
 

Ich habe eine Winde um meine Segel zuverstellen, weiß aber nicht wie ich die Schot führen muss?
Antwort:  Es gibt 2 Methoden die Schot einer Segelwinde zu führen.
1. Die Umlaufschot. Dabei wird sozusagen eine Endlosschot gebaut, die von der Winde und einem Umlenkblock geführt werden. Auf auf der Windentrommel wird sowohl oben wie  unten die Schot festgeknotet. Eine wird rechts und eine links herum gewickelt um dann über mindestens einen Umlenkblock, der mindestens 20 cm, besser mehr, entfernt sitzt. An diese Schot werden dann die eigentlichen Schoten der Segel geknotet. Damit immer genug Spannung auf der Umlaufschot ist, muss dies noch durch eine Feder gespannt werden. die kann in die Umlaufschot eingeknotet werden oder aber der Umlenkblock wird über eine Feder gehalten, die die Schot immer straff hält. Man  muss nur darauf achten, das die Feder nicht von den Segelschoten gespannt wird.
Die 2 Methode ist einfacher, aber etwas störanfälliger. Ein Ende der Schot wird mit einem Gummi (Maurergummi im Baumark ) z.b. bei mir am Heck des  Schiffes an Deck befestigt und wird dann zur Winde (eventuell nochmal umgelenkt) geführt. Dabei wird an der Windentrommel nur ein Ende der Schot befestigt.
Nachteil: Wenn nicht genug Zug auf die Schot kommt, weil der Gummi schon etwas lasch ist, kann es schon mal an der Windentrommel zu einer Wulling kommen.  Aber auch bei Methode 1 brauchst  immer Spannung auf der Umlaufschot, und das ist konstruktiv auch nicht immer leicht amchbar. Dafür kann Methode 1 auch unter Deck gefahren werden  und die einzelen Segelschoten kommen an der Stelle an Deck, wo sie gebracuht werden. Methode 2 sollte man an Deck fahren, um einfach leichter mal den Gummi austauschen zu können. Dazu noch einhilfreicher Link zur mini sail . Ansonsten kann man sich auch mal auf diversen Bildern in der Galerie (Impressionen und IOM allgemein ) umschauen, insbesondere sind auch Bilder in beiden Baubeschreibungen zu finden.

Zurück zum Anfang:
 

Gibt es einen Plan eines einfach zubauendes IOM Boot, mit dem ich auch an Regatten Teilnehmen kann?
Es gibt einen Plan es Knickspanters, der schnell und auch für ungeübte zu bauen ist. Der Woodpecker (Bilder in der IOMgalerie) ist eine Konstruktion von Tony Abel. Der Plan wird von Alexander Holthaus vertrieben.  Dazu gibt es eine sehr umfangreiche  von Alexander und mir verfassten Anleitung und auch einem englischen Baubericht Die Anleitung könnt ihr hier schon mal mit ein paar Fotos ansehen..
Pläne von Rundspantyachten, die natürlich etwas aufwendiger in Holz oder GFK gebaut werden können.(siehe auch Baubeschreibungen)gibt es zum runterladen oder aber auch zum kaufen. (Links auf der Linkseite)

Wie werden Regatten durchgeführt?
Regatten werden nach den Ausführungsbestimmungen für Modellsegelyachten AFM durchgeführt. Darin werden alle organisatorischen und rechtlichen Dinge geregelt. Bei Freundschaftsregatten kann man sich daran orientieren, bei Ranglisten- (Wertungs-)Regatten muss sich daran gehalten werden. Hier die AFM als *.pdf Datei. Sie wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet und dem aktuellem Regattaleben angepasst.
 
 


Verein
Termine
FAQ
Bilder
Gästebuch
Kontakt
Neues
Bootsklassen
Tipps
Videos
Links
Startseite

V.i.S.d.P.: Webmaster Andreas Schiebel


[letzte Änderung: 09.03.2003]