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In Modellbauforen (www.rcline.de
und www.rc-network.de ) beantworte
ich häufig ähnliche Fragen
zum Modellsegeln, speziell zu RC Regattayachten.
Dies hat mich veranlasst, mal einige der Fragen und Antworten
zusammen zu stellen um mir etwas
Arbeit in Zukunft zu ersparen ;)
Ich betone, dass ich hier nur mein bescheidenes Wissen weitergebe.
Sie stellen keine allgemeingültige Lösungen eines Problems
dar und gerne höre ich andere
Meinungen dazu oder nehme neue Fragen mit auf.
(alle Links zu Herstellern geben meine Erfahrungen wieder und sind
keine Werbung)
Kontakt: Andreas Schiebel
Fragen und Antworten:
Wie
mache ich denn auf einfachstem Wege einen Abdruck eines Schaumstoffrumpes
machen?
Antwort: Dies gilt auch von Abzügen
von anderen Rumpfmaterialen als Styropor.
Auf meiner Tippsseite gibt es einen Baubericht der KITE
. Ein GFK-Bau in Positiv/Negativtechnik.
Etwas aehnlich geht es auch hier zu, nur, dass das Negativ(Form) weggelassen
wird. D.h.man nimmt Trennwachs und streicht damit den Rumpf ein, damit
das Epoxidharz sich nicht mit dem Rumpf verbindet Hier vorallem auf das
Mischungsverhältis von Harz und Härter achten. Auch die Verarbeitungstempertur
sollte nicht unter 15° liegen Zum Aushärten lieber mal mit ins
Wohnzimmer mitnehmen. Dann nimmt man Glasfasergewebe (am besten Köperbindung,
die legt sich besser um Rundungen), am besten 160g/qm, schneidest es grosszügig
zu, um den Rumpf ganz ab zudecken. Ich würde 3 Lagen nehmen , dann
eine feinere um eine möglichst glatte Oberfläche zu bekommen,
z.B. 1 Lage 80g/qm und eine mit 50g/qm (oder sogar 25g/qm Gewebe). Je feiner
und sorgfälltiger man arbeitet, desto weniger muss nachher gespachtelt
und schliffen werden. Zum grossflächigen Andruecken der Glasmatten
nehme ich eine Schaumstoffwalze (ca 5 cm breit). Weitere und umfassendere
Laminierhilfe finden sich im Handbuch von R+G
Faserverbundtechnik (dort im Downloadbereich kann man das gesamte Handbuch
runterladen, oder nur einzelne Kapitel)
Vorher muss man den Rumpf sorgfälltig untersuchen, ob z.B. das Styropor fest genug versiegelt und gehärtet ist und nicht eventuell sich mit dem Epoxisharz verbinden kann. Wenn es nichts ausmacht, vorher den Rumpf noch einmal mit Lack oder Filler spritzen, dann ist er am besten geschuetzt. Das Deck ( und alles andere ) sauber vorher abkleben ( glattes Kunstoff /Packetklebeband würde ich versuchen ).
Wie
komme ich zu einer Segelnummer und was muss ich tun um bei einer Regatta
teilzunehmen?
Antwort: Um eine
Segelnummer zu bekommen muss man in einen dem DSV
(Deutscher SeglerVerband) zugehörigen Verein Mitglied werden. Da es
keine Einzelmitgliedschaft im DSV gibt, wurde für Modellsegler die
keinen ortsansässigem Verein finden, der VdMYS
gegründet.
Vorstand Ronald Enkelmann, über Ihn
kann man einen Aufnahmeantrag bekommen. Dort kann man dann auch eine Segelnummer
beantragen.
Vereinigung der Modell Yacht Segler
Ronald
Enkelmann, An der Schäferrei 6, 09423 Gelenau
Und was Kostet das?
Die Aufnahme im VdMYS einmalig 15,-
Der Jahresbeitrag
30,-
Auf der Internetseite
des DSV gibt es auch einen deutschlandweiten Regattakalender. Weitere Regattatermine,
insbesondere Süddeutsche und angrenzendes Ausland findet ihr auch
bei uns hier . Bei Ranglistenregatten sollte
auch ein Messbrief für das Schiff vorhanden sein. Bei Freundschaftsregatten
wird das nicht so eng genommen. Namen von Vermessern findet ihr auch auf
der DSV Seite.
Wie
komme ich zu einem regattafähigen Segel bei einem IOM-Boot und brauche
ich gleich alle drei?
Antwort: Aus meiner
Erfahrung heraus würde ich erst einmal auf das Sturmrigg (C-Rigg)
verzichten. Wird eher sehr selten gesegelt. (Schaut ruhig mal die
Berichterstattung über die EM in Fleetwood an, dort ist auch aufgeführt
wie oft welches Rigg gefahren wurde). Lieber dafür etwas mehr ins
Leichtwind Rigg (A-Rigg) investieren. Wenn man ca. 80 Euro locker machen
kann, findet man sehr gute Segel bei Heinz
Bohn . Bei H.Piel
gibs Bantok Segel (recht teuer,
aber sehr gut) oder auch Ken Binks
aus England macht hervorragende Segel zum guten Preis.
Ansonsten gibt es für sparsame und Bastler
auf unserer Seite einen Beitrag zum selbermachen
von Segel und Rigg.
PS: Wenn man richtig Regatten segeln will, muss
man halt etwas investieren, wenn man erstmal nur zum Spass mitsegeln will,
würde ich mich auf jeden Fall ans selberbauen machen. Mit etwas Übumg
wird es dann sogar regattafähig, das Segel.
Thoams Dreyer hat einen sehr guten beitrag geschrieben zum Thema Segel
selber kleben: hier gehts hin
Ich
baue ein Mahagoni IOM - Yacht und nachdem ich alle Einzelteile auf die
Waage gelegt habe, wird es eng.
ich schätze, ich liege knapp bei 4,2
kg total. Sollte ich eher zugunsten des Gewichts den Kielballast auf ein
Minimum reduzieren oder das Mehrgewicht in Kauf nehmen zugunsten der Fahreigenschaften?
Beeinträchtigt dieses Mehrgewicht die Regattafähigkeit (Speed)
in erheblichem Ausmaß? Und noch eins: Ich baue gerade selbst ein
Schwert aus einer CFK Platte: wie dick sind die Schwerter durchschnittlich
(Fertigteile von Bohn o.ä.) ? Kann ich beim Bau der Masthalterung
(Deckstütze) CFK oder GFK verwenden?
Antwort: Also 4,2
kg ist kein Problem, wenn du sicher bist, dass da nicht noch viel dazu
kommt.
warum aber Mahagoni, die Holzschiffe , dich ich
kenne (IOMGalerie) sind aus Rotzedernleisten
gebaut. Rotzeder ist wesentlich leichter als Mahagoni und läßt
sich hervorragend schleifen. Wenn das Material nun mal schon da ist, dann
halt sparen an Gewicht was geht. Blei vielleicht erstmal nur provisorisch
befestigen. Wenn das Boot zu tief schwimmt (auffallend unter der Konstruktinswasserlinie),
dann vielleicht am Blei etwas sparen. Keine Sorge, die meisten Boote die
ich kenne, liegen gut über 4 kg. (max. 4,4 kg). Das Gewicht wird nur
bei sehr schwachwindigen Regatten vielleicht Rennentscheidend sein. Vielmehr
entscheidender sind Riggtrimm und Skipper. Das Boot sollte nur nicht zu
tief (insbesondere am Heck) eintauchen.
Schwerter sind zwischen 7-9 mm dick. Kohlefaser leider fast unumgänglich, obwohl ich glaube, dass man mit einem gut profiliertem Holzschwert (mehrlagiges Sperrholz, eventuell mit Glasfaser überzogen) auch wettbewerbsfähig ist.
Für die Mastaufnahme baue ich aus Sperrholz (oder Gfkplatten) einen viereckigen Kasten ( vom runden Mastkoker bin ich abgekommen ) der möglichst exakt die breites des Mastes hat (z.B. 12mm), dann laminiere es ins Boot (sie Baubericht der KITE und Bilder der Nimbus) am besten in Verbindung mit dem Schwertkasten. Durch einen Spant, der entweder das erhöhte Vordeck trägt (KITE) oder nur die Seitenkraefte von Schwertkast und Mastaufnahme aufnimmt (Nimbus). Der Mast steht sozusagen auf dem Kielschwein (Rumpf).Zum Deck ist die Matsbox abgedichtet. Durch die längliche Form der Mastaufnahme, kann noch die Luv- bzw. Leegierigkeit des Bootes nachgetrimmt werden. Es dürfen aber nur in der Klassenvorschrift aufgeführten Materialen verwendet werden. Armidwaben und Schaummaterialen sind nicht zugelassen. Aber Balsa mit GFK als Beschicktung auf beiden Seiten. Kohlefaser darf nur im Ruder und in der Kielflosse verarbeitet werden. Ich verweise nochmals auf meine zwei Bauberichte . Schaut mal auch bei Herbert Petersen vorbei. Er hat eine Lion aus Holz gebaut. Auch leider viel zu schwer, weil er die Spanten im Rumpf gelassen hat. Diese lieber entfernen und eine dünne Glasfasermatte ( 50g/qm) innen und außen für die Steifheit auflaminieren. Eine Seite Für Yachten in Holz hat auch Alexander Holtahus: woodenstars.net
Wie
muß ich die Segel meiner Modellsegelyacht einstellen?
Antwort: Hier verweise
ich auf einen Beitrag
von Thomas Dreyer. Er beschreibt die anhand seiner Mirco
Magic, gilt aber fast genauso bei jeder anderen Modellsegelyacht. Zwei
andere interessante Links wie man die Segel richtig trimmt habe ich noch.
Allerdings ist dies eigentlich für die "Großen" gedacht, aber
auch bei uns sicherlich nicht falsch.
http://www.segelsport.de/technik/trimm.html
http://www.fritz-segel.de/service/trimmcruis.html
Hab mir vor kurzem die Saphir von Graupner zugelegt. Bin kompletter Anfänger in Sachen segeln! Bin zwar schon einige Male gefahren aber trotzdem hab ich ein Problem, dass ich nicht lösen kann. Und zwar "flattert" das Hauptsegel fast in jeder Position ausgenommen wenn ich genau mit dem Wind fahre und nur dann macht es auch Fahrt. Bei viel Wind legt sich das Boot auf die Seite und stellt sich in den Wind. Das Vorsegel allerdings ist immer schön "aufgeblasen". Hab schon wie in der Bauanleitung die Abs Streifen auf das Segel geklebt. Hat aber nicht geholfen. Dann noch zusätzliche 2 "Versteifungen" Effekt? gleich null Ist das Segel vielleicht zuwenig gespannt?
Ich
hab ein Problemchen mit meinem Boot. Bei eigentlich noch nicht so starkem
Wind liegt das Boot fast mit dem Segel auf dem Wasser.
Wenn ich das Segel voll öffne - ist die
Schräglage so, dass das große Segel mit der Spitze die Wasseroberfläche
berührt. Krieg es kaum gerade und keinen Speed.
Antwort: Es ist wie
beim Arzt, - es ist schwer eine Ferndiagnose zu stellen. Aber Grundsätzlich:
Bei viel Wind (schwer zu beurteilen, wann es für "mein" Boot zuviel
Wind ist) legt sich ein Segelboot schon mal flach. das Auffieren der Segel
in so einem Moment nimmt den Druck aus den Segel, das Boot richtet sich
wieder auf. Und wahrscheinlich schiesst es in den Wind oder ist zumindest
sehr Luvgierig(Drang in den Windzudrehen). Jetzt, wundert mich nur, warum
du von keinem Vortieb sprichst. Wie hast du deine Segel getrimmt?
(siehe auch).
Ich sehe oft, dass unerfahrene Segler ihre Segel
platt wie ein Brett trimmen. Das Segel aber wirkt wie ein Tragfläche
und sollte deshalb auch ein "Profil" haben. Am Großbaum sollte etwa
ein Bauch von ca.10% der Unterlieklänge haben. Dazu kommt noch der
sogenannte Twist (Großsegelverwindung im Bereich des Achterlieks)
ins Spiel. Dieser wird mit dem Baumniederholer kontrolliert und ist sehr
wichtig für den Vortrieb.
Dann die Fock. Auf keinen Fall darf die Fock
so wie der Grossbaum bei dichtgeholten Schoten genau in der Schiffsmitte
stehen. Als grobe Richtung sagt man: Der Fockbaum soll auf die Want zeigen.
Auch die Fock muss ein Profil haben, vielleicht etwas weniger als das Groß.
und anstatt des Baumniederholers, gibt es (sollte es geben) eine Dirk (eine
mit Klemmschieber einstellbare Schnur vom Fockaufhängepunkt im Mast
zum hintere Ende (Nock) des Fockbaums). Damit kann man auch einen
"Twist" in die Fock bringen und den Fockspalt (Luftdurchlass zwischen Fock
und Grosssegel) kontrolieren kann. Unter dem Link
, gibt es einen Beitrag mit Fotos von Thomas Dreyer.
Beim einsegeln meines Bootes stellte ich auf Raumkursen ein Abtauchen des Bugs fest. Dieses Verhalten ließ sich nur durch Öffnen der Segel korrigieren. Gibt es eine Möglichkeit diesem Abtauchen entgegen zu wirken.
Das Eintauchen bei raumen Winden ist ein deutliches zeichen für zuviel Segelflaeche für den momentanen Wind. Beim Funsegeln heisst das, wie du selber gemerkt hast, Segel mit den spieleln, und warten wenns mit Speed weiter geht, beim Regattasegeln heisst das, Segelwechseln, weil jedes eintauchen stark bremst. Jedes Boot hat im Bugbereich einen unterschiedlichen Auftrieb, deshalb "stechen" manche Bootskonstruktionen eher in "See" als andere.
Als Segelboot Anfänger habe ich mir vor ca. 1/2 Jahr mein erstes Segelboot fertiggestellt ( Scandia von Robbe ). Das Problem ist nur : Bei wenig Wind läuft das Boot sehr neutral, bei starkem Wind jedoch muß ich voll Ruder aus dem Wind geben, denn das Boot will extrem in den Wind gehen und wird dabei fast unfahrbar. Wer kann mir helfen diese Problem in den Griff zu bekommen ?
Antwort: Dass ein Segelboot bei zuviel
Wind und damit bei zuviel Kränung in den Wind schiessen will ist normal
und ein pysikalisches Problem von Verschiebung des Segeldruckpunktes und
des Lateraldruckpunktes, aber davon jetzt nicht mehr. Loesung: kleineres
Segel oder wenn es nur eine Böe, also ein kurzer Windstoß ist,
Segel öffnen (fieren). Anfänger fahren die Segel sowieso gern
etwas zu dicht. Hoch am Wind hast du eine Chance, etwas abzufallen, also
Kurs Weg vom Wind fahren und Segel öffnen. Wenn der Wind konstant
zuviel ist hilft, nur ein kleiners Segel. Bei den Regattayachten haben
wir dazu mindestens 3 verschiedene Segelsätze zu Auswahl.("echte"Segelboote
wechseln auch die Segel oder reffen (machen sie kleiner)
Wenn Du Dein Problem der Luvgierigkeit (so nennt man das 'automatische
in den Wind drehen') noch nicht im Griff hast, kannst Du mal versuchen,
Deine Mastposition nach vorne zu verlegen. Eventuell hilft auch schon ein
einfaches Verlagern des Fockaufhängepunktes weiter nach vorne. Dies
ist meist einfacher machbar, als den Mast zu verschieben.
Aber es gibt auch viele Möglichkeiten mit dem Segeltrimm den Windstärken
anzupassen, d.h. die Segel besser trimmen. Dazu mehr in einem Beitrag
von Thomas Dreyer. Übrigens ist es nicht unüblich Boote
leicht Leegierig (gegenteil von Luvgierigkeit) bei wenig Wind zu trimmen
(oder zu bauen), um dann bei einer Böe die Luvgeirigkeit etwas besser
im Griff zuhaben und auf der Kreuz (Fahrt schräg gegen den Wind) etwas
mehr Höhe (Weg gegen den Wind) zu machen.
Ich will mir einen neúen Segler holen ... Jetzt seid ihr gefragt...schnell soll es sein - stelle mir so was wie die Windstar, Fortune 600, Seawind ...o.a vor. Was könnt ihr empfehlen...was habt Ihr für Erfahrungen gemacht ??
Antwort: Wenn das
Boot richtig schnell segeln soll ( -und nicht vorallem Orginalgetreu auschauen
soll- ) empfehle ich gleich eine Segelyacht einer Regattaklasse. Es ist
nicht Scale, aber segelt halt wie ein Grosses, und wenns dann mehr juckt,
kann man sich besser mit anderen vergleichen, was bei Baukästen, wo
jeder eine anderen Segler hat, nicht so leicht geht. Der "billigste " Einstieg
ist die IOM (Internationale
One
Metre
) Klasse. Ein Meter lang, mindestens 4 kg schwer und ca. 1/2 qm Segelfläche.(Klassenbestimmungen)
Die Boote sind etwas teurer als ein Baukasten
von Graupner oder so, aber eben auch besser.(z.B. GFK-Rumpf statt ABS).
Ein super Einsteigerangebot ist die TINTO. Sie ist in verschiedenen Ausbaustufen
und Materialsätzen unter www.rcsegel.de
zu
haben.
Die Boote werden vom Klassenobmann des DSV fuer
IOM-Yachten Heinz Bohn selber in Kleinserie und Bantoklizense hergestellt.
Oder eine IOM Yacht selber bauen. Pläne gibs auch unter obiger Adresse oder auch aus dem Internet. Adresse über meine Linkseite. Dort findet ihr auch Baubeschreibungen der LION und KITE . Oder mal in Kleinanzeigen schauen ob jemand eine verkauft. H.Piel hat eine Yachtbörse wo man auch ein Gesuch aufgeben kann. Nur sollte man nicht hoffen eine riesige Auswahl zu finden, denn die IOM Szene boomt und Gebrauchtboot sind schnell weg, insbesondere wenn sie unter 500 Euro liegen Auch über ebay sind schon IOM boote verkauft worden.
Ich
suche ein RC-Segelboot der M-Klasse oder einen Hersteller.
M-Boote kaufen ist leider nicht so einfach. Es gibt im Prinzip im deutschspachigem
Raum nur zwei bekannte Anbieter. Graham
Bantok
(vertreibt seine Boote über Heinz.Bohn
und H.Piel ), wie
auch Januzs Walicki .
Billig ist das Vergnügen nicht. Es gibt natürlich auch viele
Modellbauer und Segler die ihre Boote in Kleinstserie herstellen. Nur diese
Kontakte kann man eigentlich nur auf M-Boot Regatten herstellen. Dort kann
man auch mal gebrauchte Boote finden.
Mit etwas Glück kann man auch über die Yachtbörse bei
H.Piel (oder unserem Forum) ein gebrauchtes Boot finden. Ab und an aber
auch bei ebay sind welche zu ersteigern. Man sollte nur darauf achten,
wenn man Wettbewerbe segeln will, dass man kein zu altes Boot (eventuell
noch aus GFK) angeboten bekommt. Auch der Zustand des/der Segels ist von
enormer Bedeutung, wenn man Regatten segeln will.
Am einfachsten sucht man einen Modellsegelclub (Hilfe über den
DSV
)und fragt dort nach. Oft trennen sich Segler erst auf Nachfrage mal von
ihren alten Booten. Da gibt es öfters mal was zu erhaschen und
ausserdem gleich viele hilfreiche Tipps.
Welcher Baukasten. ist zu Empfehlen: Robbe Windstar, Graupner Miramare, oder...?
Die Frage ist leider in etwa wenn du fragst, soll ich den Golf, den
Käfer oder den BMW3 kaufen. Als Erstes sollte man wissen was man mit
dem Boot vorhat. Nur zum Spaß mal am Teich segeln, oder will man
sich auch mal mit Anderen messen und um die Wette segeln oder gleich richtig
in die Regattaszene einsteigen.
Ich kann aus meiner Erfahrung erzählen, das ich auch nur erst
einmal ein nur segeln wollte, aber schon nach kurzer Zeit habe ich andere
Mitsegler gesucht. Damit war aber das Problem vorhanden, das die einen
Schiffe auf Grund ihrer Größe alleine schon mal viel schneller
segelten und man eigentlich gar nicht mal schnell so gegeneinander segeln
konnte. Ja und dann kamen auch schon die richtigen Regatten dran Dafür
hatte ich dann aber das falsche Schiff, denn im Modellregattasport werden
Einheitsklassen gesegelt, wie z.B. die Marblehead (sehr teuer) oder auch
die EinMeterklasse (IOM). Letztere
kann ich nur als Einsteigerboot empfehlen. Sie sind vielleicht nicht gerade
Scale, aber segeln einfach von den "kleinen" am besten. (kleines Video
auf unsrere Website). Die Miramare war früher mal die Einmeterklasse
(F5E)der Naviga ( Modellbootverband),
die noch im Osten Europas gesegelt wird, bei uns aber nicht mehr Zeitgemäß.
Inzwischen wurden aber die Segelgrößen geändert und sind
den IOM (Internationale Ein Meter)(Modellsegelverband
ISAF
)angepaßt. Somit können IOM und neue E
Boote z.B. in Österreich gegeneinander segeln ohne merkliche Unterschiede.
Deshalb, wenn schon eins der genannten Baukasten Segelyachten, dann
nur die Robbe Windstar. mehr
dazu weiter unten
Fuer Saphir und Rubin und die anderen, mit Außnahme der Micro
Magic (dazu hier mehr) gibt es keine Regatten und ich bin mir sicher, dass
viele, die selbst wenn sie jetzt sagen, "ich will nur segeln, bitte kein
Regattastress". irgendwann gerne auf kleine Regatten fahren werden, denn
Stress ist da nicht sondern Gemütlichkeit mit Gleichgesinnten, Spannung
und viel Segelspass.
Was haltet ihr von der WINDSTAR von ROBBE
Antwort: Die Windstar
ist meist der erste Kontakt mit einer IOM Regattayacht. Leider hat ROBBE
hier in einigen Dingen die Klassenregeln
nicht optimal ausgelegt.
Wer es ganz ernst meint mit den Klassenbestimmungen,
muss schon beim Kauf darauf achten, dass das Epoxisharz innen nicht eingefärbt
ist. (- man muss noch die Glasmatten erkennen können.-In der Serie
ist das Harz zu besseren Farbgebung des Rumpfes eingefärbt und entspricht
somit nicht den Klassenbestimmungen. - Aber keine Angst deswegen wird keiner
von einer Veranstaltung ausgeschlossen.- ). Außerdem ist die Schwertlänge
am untersten der Toleranz angesiedelt, wie auch das Kielblei. Dadurch haben
wir fast 200-300g zuwenig unterm Rumpf und das Boot krängt eben leichter
bei Wind weg.
Auch das Rigg, das Robbe verkauft, ist nicht
besonderst gut, um nicht zusagen schlecht. Da Robbe das Rigg sowieso einzeln
verkauft, ist das kein Problem und man kann sich eventuell selber eines
bauen (siehe Segel und Riggherstellung ) oder
man kauft sich gute Segel (www.rcsegel.de
) und baut nur das Rigg selber.
Fazit: Der Rumpf der Windstar ist nicht schlecht.
Wenn man also mehr oder weniger, je nach Finanzlage und handwerklichem
Können einige Änderungen einplant (- CFK-Schwerter für die
Windstar auch unter rcsegel.de-), kann man daraus ein Wettbewerbsfähiges
Boot bauen. Ich persönlich würde aber dann gleich etwas mehr
investieren und mir eventuell die TINTO von H.Bohn
bauen. (siehe auch oben
)
Ich möchte gern mit meinem Junior zusammen ein fahrtüchtiges Segelboot bauen. Allerdings soll dies nicht einfach aus eine Plasteschale und einem einsteckbaren Mast bestehen. Nein, ich suche vielmehr einfache Baupläne, anhand derer ich das Boot mit Balsa-, Sperrholz etc. vollkommen selbst zurechtsägen, spachteln, schleifen kann. Woher allerdings bekomme ich dafür die Baupläne?
Antwort: Der Modellbauclub Rodenkirchen hat für Einsteiger und insbesondere für Jugendliche die BASIC konstruiert. Eine Knickspantyacht aus 4 Rumpfplanken und einem einfachen Swingrigg für Materialkosten unter 75 Euro. Auf deren Website findest man unter BASIC-Jolle einen Bauplan zum downloaden. Die Jolle ist einfach zu bauen, preiswert und segelt nicht schlecht . . Mit der Jolle kannst Du relativ preiswert probieren, ob es Euch Spass macht.Die Basic-Jolle ist als Einsteigerboot gedacht (falls du komplett selbst bauen willst und dir keinen Baukasten kaufen möchtest). Wenn dir ein kleineres Boot reicht, hat das den Vorteil, dass du auf den Kauf einer teuren Segelwinde zunächst verzichten kannst, da hier ein starkes Servo ausreicht. Für das Segeln reicht eine Steuerung mit 2 Funktionen völlig aus. Eine für das Ruder und eine für die Segelverstellung. Ein Baubricht gibt ausserdem bei Herbert Petersen .
Habe mal auf einer M-Boot-Regatta interessante Bootständer gesehen. waren irgendwie aus Rohren gefertigt. Der Vorteil, die Boote haben sich immer nach dem Wind ausgerichtet und in entsprechende Schräglage gebracht. Scheint mir ideal für den Trimm an Land.Weiß jemand wie man so ein Ding baut?
Antwort: Hier ist ein Link mit Fotos eines Edelständers aus Niro. Ich habe alle möglichen Materialen schon gesehen, von Niro über Eisen und Kupferrohren. Schweißen oder Hartlöten sollte man schon können, dann ist das keine Hexerei. Der Bootständer dreht sich einmal um seine horizontale Achse damit das Boot sich selber in den Winddrehen kann. Der Träger kann sich dann auch noch vertikal bewegen, um bei Windböen wegzukippen und dem Winddruck nachzugeben. Außerdem ist die Beweglichkeit des Ständers hervorragend zum Trimm der Segel geeignet. Eine Bezugsadresse habe leider nicht.
Welches Buch ist empfehlenswert, wenn es ums RC- Segelboote geht?
Antwort: Es
ist mit den Büchern über RC-Segeln so eine Sache .Es gibt von
F.K.Ries eine Reihe ausführlichen Bücher aus dem Verlag
VTH oder aber auch dem Neckar
Verlag . Sie sind nur leider nicht mehr auf dem neusten Stand, da sie
alle aus den 80-igern sind . Die Bücher sind zum z.Teil mit Bauplänen
ausgestattet, die leider auch nicht gerade die neusten und wettbewerbsfähigsten
Risse. Aber die verschiedenen Bauweise von Rümpfen hat sich nicht
sosehr geändert, als dass man die Bücher nicht doch noch empfehlen
kann. Auch nicht mehr ganz Neu, aber sehr informativ ist ein Buch von Trevor
Reece,
"Modellyachten ferngesteuert. Bau, Technick, Fahrpraxis" (vth-Verlag,
Stuttgart ).-leider vergriffen.
Eine etwas neuere Publication, allerdings in Englisch - und leider
nur in U.K. zu beschaffen, (Amazon führt dieses Buch leider
nicht ) -, ist "Radio Controlled Racing Yachts" von Chris Jackson aus dem
Jahr 1997. Für einen Beginner ist es aber nicht zu empfehlen, da schon
schnell ans Eingemachte geht. Eine Beschreibung findet man beim Verlag
Traplet
Publication im Online-store. Für Fachbegriffe wie
Achterliek oder Lümmelbeschlag kann man aber auch auf Literatur aus
der Manntragenden segelei zurück greifen. Fast alles ist im Delius
Klasing Verlag erschienen. In der Yacht-Biblotek Reihe gibt es einige Wörterbücher
und Segelhandbücher.
Ich
habe eine Winde um meine Segel zuverstellen, weiß aber nicht wie
ich die Schot führen muss?
Antwort: Es gibt 2 Methoden die
Schot einer Segelwinde zu führen.
1. Die Umlaufschot. Dabei wird sozusagen eine Endlosschot gebaut, die
von der Winde und einem Umlenkblock geführt werden. Auf auf der Windentrommel
wird sowohl oben wie unten die Schot festgeknotet. Eine wird rechts
und eine links herum gewickelt um dann über mindestens einen Umlenkblock,
der mindestens 20 cm, besser mehr, entfernt sitzt. An diese Schot werden
dann die eigentlichen Schoten der Segel geknotet. Damit immer genug Spannung
auf der Umlaufschot ist, muss dies noch durch eine Feder gespannt werden.
die kann in die Umlaufschot eingeknotet werden oder aber der Umlenkblock
wird über eine Feder gehalten, die die Schot immer straff hält.
Man muss nur darauf achten, das die Feder nicht von den Segelschoten
gespannt wird.
Die 2 Methode ist einfacher, aber etwas störanfälliger. Ein
Ende der Schot wird mit einem Gummi (Maurergummi im Baumark ) z.b. bei
mir am Heck des Schiffes an Deck befestigt und wird dann zur Winde
(eventuell nochmal umgelenkt) geführt. Dabei wird an der Windentrommel
nur ein Ende der Schot befestigt.
Nachteil: Wenn nicht genug Zug auf die Schot kommt, weil der Gummi
schon etwas lasch ist, kann es schon mal an der Windentrommel zu einer
Wulling kommen. Aber auch bei Methode 1 brauchst immer Spannung
auf der Umlaufschot, und das ist konstruktiv auch nicht immer leicht amchbar.
Dafür kann Methode 1 auch unter Deck gefahren werden und die
einzelen Segelschoten kommen an der Stelle an Deck, wo sie gebracuht werden.
Methode 2 sollte man an Deck fahren, um einfach leichter mal den Gummi
austauschen zu können. Dazu noch einhilfreicher Link
zur mini sail . Ansonsten kann man sich auch mal auf diversen Bildern
in der Galerie (Impressionen
und IOM allgemein ) umschauen, insbesondere
sind auch Bilder in beiden Baubeschreibungen
zu finden.
Gibt
es einen Plan eines einfach zubauendes IOM Boot, mit dem ich auch an Regatten
Teilnehmen kann?
Es gibt einen Plan es Knickspanters, der schnell und auch für
ungeübte zu bauen ist. Der Woodpecker (Bilder in der IOMgalerie) ist
eine Konstruktion von Tony Abel. Der Plan wird von Alexander
Holthaus vertrieben. Dazu gibt es eine sehr umfangreiche
von Alexander und mir verfassten Anleitung und auch einem englischen Baubericht
Die Anleitung könnt ihr hier
schon mal mit ein paar Fotos ansehen..
Pläne von Rundspantyachten, die natürlich etwas aufwendiger
in Holz oder GFK gebaut werden können.(siehe auch Baubeschreibungen)gibt
es zum runterladen oder aber auch zum kaufen. (Links auf der Linkseite)
Wie werden
Regatten durchgeführt?
Regatten werden nach den Ausführungsbestimmungen für Modellsegelyachten
AFM durchgeführt. Darin werden alle organisatorischen und rechtlichen
Dinge geregelt. Bei Freundschaftsregatten kann man sich daran orientieren,
bei Ranglisten- (Wertungs-)Regatten muss sich daran gehalten werden. Hier
die AFM als *.pdf Datei. Sie wird in regelmäßigen
Abständen überarbeitet und dem aktuellem Regattaleben angepasst.
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V.i.S.d.P.: Webmaster
Andreas Schiebel
[letzte Änderung: 09.03.2003]